

Ähnlichkeitsanalyse für Einkauf & Konstruktion: Dubletten vermeiden mit KI
Schluss mit "Maverick Buying" und doppelten Konstruktionen. Nutzen Sie geometrische Ähnlichkeitsanalyse für 2D-Zeichnungen (PDF) & 3D-Modelle, um Kosten in Einkauf und Entwicklung zu senken.
GEOMETRISCHE ÄHNLICHKEITSANALYSE IN EINKAUF & KONSTRUKTION: WIE VERSTECKTE DATENSCHÄTZE IM ERP UND CAD WIEDER NUTZBAR WERDEN
Ob im Maschinenbau im Sauerland, bei Automobilzulieferern in NRW oder im gesamten DACH-Raum: In ERP- und CAD-Systemen schlummern riesige Datenschätze. Doch oft sind diese Schätze faktisch unsichtbar.
Konstrukteure entwickeln Bauteile neu, die es in ähnlicher Form längst gibt. Der Einkauf bestellt nahezu identische Drehteile bei unterschiedlichen Lieferanten zu verschiedenen Preisen. Das Ergebnis: wachsende Teilevielfalt, unnötige Lagerkosten und sinkende Verhandlungsmacht.
Lösungen für geometrische Ähnlichkeitssuche adressieren genau dieses Problem. Die nächste Generation geht jedoch einen Schritt weiter: Sie verbindet 3D-Modelle (STEP) und klassische 2D-Zeichnungen (PDF, TIFF) in einem gemeinsamen Analyseansatz.
DAS PROBLEM IN DER KONSTRUKTION: „GIBT ES DAS NICHT SCHON?“
Ein Ingenieur benötigt einen speziellen Flansch. Die Suche im PDM- oder ERP-System über Textbegriffe wie „Flansch“, „Scheibe“ oder „Halter“ liefert entweder tausende Treffer oder keine relevanten Ergebnisse.
Die Folge: Das Bauteil wird neu konstruiert.
Das verursacht unnötige Kosten in mehreren Stufen:
neue Materialstammdaten
neue Arbeitspläne
neue CAM-Programme
zusätzliche interne Logistikaufwände
redundante Entwicklungszeit
DIE LÖSUNG: GEOMETRISCHE SUCHE STATT TEXTSUCHLOGIK
Moderne KI-Systeme analysieren nicht den Dateinamen oder die Beschreibung, sondern den geometrischen Fingerabdruck eines Bauteils.
Egal ob:
STEP-3D-Modell
PDF-Zeichnung
TIFF-Scan
Die Geometrie wird einheitlich interpretiert.
Der Konstrukteur lädt ein neues Teil hoch – das System erkennt:
„Dieses Bauteil existiert bereits zu 98 %. Verwende Artikelnummer 12345.“
Das ermöglicht konsequente Wiederverwendung statt Neuanlage.
DAS PROBLEM IM EINKAUF: UNSICHTBARE DOPPELSTRUKTUREN
Im Einkauf liegt die Herausforderung oft nicht im Mangel an Daten, sondern in deren fehlender Vergleichbarkeit.
Beispiel:
Artikel A: „Welle 50x200“
Artikel B: „Bolzen 50x198“
Für das ERP-System sind das unterschiedliche Teile. Für Fertigung und Beschaffung sind sie funktional nahezu identisch.
Die Folge:
getrennte Beschaffung
fehlende Bündelung
schwache Verhandlungsposition
unnötige Preisunterschiede
DIE LÖSUNG IM EINKAUF: CLUSTERING UND SCHATTENKALKULATION
Durch geometrische Ähnlichkeitsanalyse lassen sich komplette Artikelstämme neu strukturieren.
Die KI erkennt:
ähnliche Geometrien
identische Fertigungsverfahren
vergleichbare Materialanforderungen
Daraus entstehen Cluster, die strategisch genutzt werden können:
1. PREISTRANSPARENZ
„Warum kostet ein ähnliches Teil bei Lieferant A 10 € und bei Lieferant B 15 €?“
2. BÜNDELUNGSPOTENZIALE
Statt vieler Kleinserien können größere, wirtschaftlichere Losgrößen gebündelt werden.
3. MAKE-OR-BUY-ENTSCHEIDUNGEN
Die KI zeigt auf Basis historischer Daten:
welche Teile intern effizienter gefertigt werden können
welche extern günstiger sind
wo versteckte Kostentreiber liegen
DER TECHNOLOGISCHE SPRUNG: 2D UND 3D WERDEN EIN SYSTEM
Viele bestehende Lösungen stammen aus der 3D-CAD-Welt. Diese funktionieren gut – aber nur, wenn aktuelle 3D-Daten vorhanden sind.
Die Realität im Mittelstand sieht jedoch anders aus:
Altdaten liegen als PDF-Zeichnungen vor
Kunden senden 2D-Skizzen statt STEP-Dateien
historische Projekte sind nicht standardisiert gespeichert
DIE LÖSUNG: COMPUTER VISION FÜR ZEICHNUNGSINTELLIGENZ
Die nächste Generation der Systeme schließt diese Lücke:
2D-Zeichnungen werden visuell interpretiert
technische Merkmale werden extrahiert
2D- und 3D-Daten werden in einen gemeinsamen Vergleichsraum überführt
Damit wird erstmals möglich:
Ein PDF kann ein 3D-Modell finden – und umgekehrt.
WARUM GERADE NRW UND SÜDWESTFALEN PROFITIEREN
Regionen mit hoher Fertigungstiefe und komplexen Produktportfolios stehen besonders unter Druck:
hohe Variantenvielfalt
historisch gewachsene Stammdaten
viele Einzelentscheidungen in Einkauf und Konstruktion
gewachsene, aber fragmentierte Systemlandschaften
Hier entsteht der größte Hebel durch Datenharmonisierung und Ähnlichkeitsanalyse.
DIE KONKRETEN VORTEILE
KONSTRUKTION
Wiederverwendung statt Neuentwicklung
Reduzierung der Teilevielfalt
schnellere Entwicklungszyklen
EINKAUF
bessere Preisvergleiche durch echte Vergleichbarkeit
Bündelung von Volumina
bessere Lieferantenverhandlungen
DATENSTRUKTUR
Nutzung von 2D- und 3D-Daten in einem System
Reduktion von Dubletten im Artikelstamm
höhere Datenqualität ohne manuelle Bereinigung
PROZESSE
weniger Aufwand in Stammdatenpflege
geringere Fehlerquote in der Beschaffung
schnellere Entscheidungen in Engineering und Einkauf
FAZIT: AUS DATENINSELN WIRD EIN WISSENSSYSTEM
Das eigentliche Problem im Maschinenbau ist selten fehlende Information – sondern fehlende Verknüpfung.
Geometrische Ähnlichkeitsanalyse verwandelt verstreute CAD- und ERP-Daten in ein nutzbares Systemwissen.
Das Ergebnis:
weniger Redundanz
mehr Wiederverwendung
bessere Einkaufsentscheidungen
schnellere Konstruktion
Oder kurz gesagt: Aus vorhandenen Daten wird erstmals echter Wettbewerbsvorteil.



